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Bedienung des Programmes GrafStatWin

Die Phase des Einstiegs, der Hypothesenbildung und der Frageformulierung hängen vom Thema ab. Anregungen hierzu finden Sie im Internet unter www.uni-muenster.de/GrafStatProjekte .
 


Aufruf eines neuen Fragebogens
 
Sie rufen einen neuen Fragebogen auf und geben ihm einen Namen. Dieser Name darf leider nur aus 7 Zeichen - ohne Leerzeichen und Punkt - bestehen.
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Eingabe der Fragen
Sie werden dann schrittweise nach den erforderlichen Angaben gefragt. Fragen lassen sich mit den entsprechenden Menüpunkten  natürlich auch ändern oder löschen.
GrafStat lässt fünf Fragetypen zu:

Neben der Frage, dem Fragetyp evtl. den möglichen Antworten muss immer eine Kurzbezeichnung für die Frage eingegeben werden. Mit dieser arbeitet das Programm.
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Ausdrucken + Speichern des Fragebogens
 
Ein fertig erstelltes Fragebogenformular kann mit 'Gestalten und Drucken' ausgedruckt werden. Hier sollte man eine Überschrift, einen Anredetext und Kommentare zu einzelnen Fragen einfügen.

Das Formatieren des Fragebogens ist gewöhnungsbedürftig. Tipp: Geben Sie zunächst die zusätzlichen Texte ein, in der Karteikarte Seite können Sie dann das Aussehen der Fragebogenseiten bestimmen und über die Schriftgröße dann das Seitenlayout vervollständigen.

Bei vielen Fragebögen macht es durchaus Sinn, die Fragebögen noch einmal in einer Textverarbeitung nach eigenem Wunsch zu formatieren.

Das Speichern des Formates des Fragebogens erfolgt mit dem Menüpunkt 'Sichern'.

Wollen Sie einen Fragebogen später noch einmal ändern, drucken o.ä., so muss zunächst mit dem Menüpunkt 'öffnen' die gespeicherte Formatdatei laden.

Durchführung der Interviews

Die Befragung können Sie nun als Tefefoninterview (so können Sie eine relativ sinnvolle Stichprobe gewinnen), Straßeninterview oder mit einer gezielten Gruppe durchführen. Daas Programm ermöglicht einen Abgleich mit einer statistisch korrekten Stichprobe.
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Eingabe der Ergebnisse

Achten Sie darauf, dass die Ergebnisse nur in identische Fragebögen eingegeben werden. Sie erreichen dies, indem Sie einen Fragebogen auf alle PCs in das Verzeichnis von GrafStat kopieren. Das Zusammenspiel der eingegebenen Daten ist sonst nicht möglich. Kopieren Sie die drei Dateien mit der Endung .dbf (zwei) und .dbt in das GrafStat-Verzeichnis des jeweiligen PCs.

Die Fragebögen werden zunächst manuell kontrolliert:

Interview
Die einfachste der Dateneingabe ist das Interview: Im Fragefenster wird immer genau eine Frage abgebildet. Wenn man die letzte Frage beantwortet hat, erscheint ein Dialogfenster. Sie können nun wählen, ob die Daten des Fragebogens gespeichert werden sollen oder nicht.
Daten ändern
Möglich ist auch die Eingabe über "Daten ändern".
Dieser Bildschirm dient zur Eingabe, Kontrolle und Korrektur der Daten. In der gelben Liste können die Antworten direkt erfasst oder korrigiert werden. Besonders wichtig ist die Speichern-Schaltfläche, denn die Daten werden erst nach dem Betätigen dieser Schaltfläche auf die Festplatte gesichert. Die Datensatznummer wird rot dargestellt, solange ein neuer Datensatz noch nicht gespeichert ist.
Arbeitsteilige Eingabe
Bei dieser Form der Arbeitsorganisation werden die Fragebögen der Befragung als Teildatensätze auf mehreren Computern gleichzeitig erfasst. Dazu wird der Stapel der Fragebögen auf die Computer aufgeteilt und an jedem Arbeitsplatz nur die Daten der zugeteilten Fragebögen eingegeben.
Anschließend müssen die nun vorliegenden Teildatensätze zu einem Gesamtdatensatz zusammengefasst werden. Dazu sind folgende Arbeitsschritte notwendig:
 Jede Teilbefragung auf eine eigene Diskette kopieren (Der Verfasser ging noch von Einzelplatzsystemen aus, ein Update, das mit Netzlaufwerken arbeitet ist unter www.uni-muenster/GrafStatProjekte
aus dem Netz zu erhalten.
Die Teildatensätze auf einem zentralen Rechner zusammenführen, indem man nacheinander die Daten jeder Diskette einliest.
Die Gesamtbefragung muss auf alle Disketten zurückgeschrieben werden und dann an jedem Arbeitsplatz von der Diskette auf die Festplatte kopieren.
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Auswertung der Daten:

Sie können bei der Auswertung verschiedene Schwierigkeitsstufen wählen. Dies macht vor allem dann Sinn, wenn Sie den Schülerinnen und Schülern zunächst nicht alle Möglichkeiten - und damit alle Schwierigkeiten - anbieten wollen.

... und so kann man mogeln

Achsenabschnitt

Nicht selten findet man in statistischen Untersuchungen Grafiken, im denen die Hochachse nicht bei 0 anfängt, sondern beim kleinsten Wert. Ziel dieser Maßnahme ist es, die zu Verfügung stehende Höhe der Bildfläche ganz auszunutzen um eine optisch beeindruckende Darstellung zu bieten. Wird bei einer Darstellung ein Merkmal durch die Höhe z.B. von Balken angegeben, dann befindet sich "korrekterweise" der Fußpunkt des Balkens bei dem Skalenwert "0".  Trifft man auf Auswertungen, bei denen der Fußpunkt kurz unterhalb des Wertes der kleinsten Säule verlegt worden ist, und ist der für die Höhendarstellung zur Verfügung stehende Platz ist jedoch beibehalten worden, so be-deutet das eine Dehnung des Höhenmaßstabes. Die ursprünglich eng zusammenliegenden Werte erhalten so eine größere Distanz.
Die Angabe des Skalenbeginns oder ein sonstiger Hinweis auf die Verkürzung der Skala erfolgt oft in einer unauffäl-ligen Form, sodass sich - was evtl. gewollt ist - der Betrachter auf Grund von Gewohnheit den Schnittpunkt der Achsen als 0-Punkt festlegt. Im Unterschied zur Veränderung des Maßstabes handelt es sich bei diesem "Abschneiden" um eine Verschiebung des optischen Nullpunktes. Bei seriösen Diagrammen kann man die Verlagerung des Nullpunktes erkennen.
Mit einem Doppelklick auf die Skalenwerte bei Stabdiagrammen und Histogrammen kann man die y-Achse verändern.
 

Achsenstauchungen bzw. Achsenstreckungen

Bei der grafischen Darstellung z.B. eines Balken- oder Liniendiagramms kann man den Maßstab beider Achsen so verändern, dass man - ausgehend von der urprünglichen Grafik - eine Stauchung sowohl in der Höhe als auch in der Breite vornimmt. Dies bewirkt erhebliche Unterscheide des optischen Eindrucks und beeinflusst damit möglicherweise die jeweilige Beurteilung des Diagramms.
Mit einem Doppelklick auf die Skalenwerte bei Stabdiagrammen und Histogrammen kann man die y-Achse verändern.

Klassenbildung

Kommen in einer Stichprobe sehr viele verschiedene geordnete Werte vor (Ordinal-, Verhältnis-, oder Intervallskala), so kann man im Interesse der größeren Übersichtlichkeit der Grafiken und Tabellen die Urliste der Stichprobe durch Gruppierung oder Klassenbildung vereinfachen. Hierbei fasst man, wie oben im Mathematikteil schon erwähnt, meh-rere benachbarte Werte in einer Klasse zusammen, wodurch sich einerseits größere Klarheit erreichen lässt. Andererseits gehen dadurch natürlich Informationen verloren. Durch die Anzahl der gebildeten Klassen können die Schwer-punkte der Interpretation eines Diagramms verschoben werden.
Von Bedeutung ist ja die Frage der Klassenbreite und der Anzahl der Klassen. Zumeist (aber nicht notwendigerweise) wird mit gleichen Klassenbreiten gearbeitet. Bei der Klasseneinteilung muss sorgfältig überlegt werden, welche Konsequenzen eintreten.
Je geringer die Klassenbreite, umso größer ist die Anzahl der Klassen. Große und dementsprechend wenige Klassen lassen zwar Zufallschwankungen eher verschwinden, verwischen aber unter Umständen kennzeichnende Schwankun-gen , Besonderheiten der Verteilung, die für die Fragestellung wichtig sein können. Durch die Festlegung von Klas-senbreiten und somit der Anzahl von Klassen lassen sich, insbesondere in Verbindung mit der Darstellung der Häu-figkeitsverteilung, interessensgebundene „Verfälschungen“ der Aussagen der zu Grunde liegenden Stichprobenergeb-nisse als scheinbar wahrheitsgetreue Interpretation der Erhebungsergebnisse darstellen.
Zur Orientierung kann man sagen: In der Regel sind 5 - 15 Klassen zweckmäßig. Überdecken die Beobachtungsdaten einen großen Merkmalsbereich, so bildet man 9 - 15 Klassen. Ist der Merkmalsbereich eher klein reichen 5 - 9 Klassen aus. In der Literatur findet man auch die Forderung, dass auf den Merkmalsbereich, der 90% aller Daten umfasst, etwa 7 Klassen entfallen sollen. Dabei enthält die Klasse mit dem größten Anteil etwa 20% bis 25% aller Urdaten.

Farbgebung

Auch die Farbgebung, Schraffierung etc. kann eine Rolle spielen. Daten, die besonders beachtet werden, druckt man in einer Signalfarbe (Farbdrucker) oder mit deckendem Schwarz aus. Andere Daten werden mit eine schwachen Farbe oder einer unauffälligen Schraffur als unwichtiger gekennzeichnet. Auch kann man wichtige Daten in den Vorder-grund rücken (3-D-Darstellung).
 
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Verbesserungsvorschläge